Anlageberatung Vermögensverwaltung — kommt auf den Anleger an

Zwischen Anlageberatung und Vermögensverwaltung gibt es einen prägnanten Unterschied. Kurz gesagt: Bei der Anlageberatung hält der Kunde die Zügel, sprich die letzte Entscheidung, selbst in der Hand.

In der Vermögensverwaltung geben Kunden einen Kontext vor — etwa das Risikoprofil und das Anlageziel. Entscheidungen, die getroffen werden müssen, obliegen dem Vermögensverwalter, der auch über Unerwartetes informiert. Ansonsten fällt er im „größeren Sinne“ die Entscheidung.

Vermögensverwaltung oder Anlageberatung?
Vermögensverwaltung vs. Anlageberatung — das entscheidet sich, ob der Kunde seine Anlageentscheidung selbst treffen oder lieber die Disposition seines Vermögens delegieren möchte. Das Thema Anlageberatung Vermögensverwaltung ist komplex, sodass es auf den Anlagetyp des Einzelnen ankommt, welche Variante die richtige ist.

Ein guter Anlageberater empfiehlt seinen Kunden je nach Anlageziel, Risikobereitschaft und Laufzeit die passenden Geldanlagen.

Vermögensverwalter bieten aber noch mehr: Sie schichten Vermögen je nach Marktlage in die entsprechenden Anlageformen um. Ein guter Vermögensverwalter richtet die Anlage an den persönlichen Anlagezielen des Kunden aus. Er setzt die Anlageziele des Kunden möglichst mit geringem Risiko um.

Vermögensverwaltung
Neben der Einstufung des Risikoprofils werden finanzielle Situation, Kenntnisse und Erfahrungen mit Geldanlagen abgefragt. Die abgefragten Informationen sind die Grundlage für den Vertrag. Der Vermögensverwaltungsvertrag wird schriftlich erstellt. Darin sind die Vorgaben enthalten, die maßgeblich für die Anlageentscheidungen des Vermögensverwalters sind. In diesem Rahmen darf der Vermögensverwalter agieren wie etwa Vermögen umschichten, ohne dass dafür eine Genehmigung vom Kunden eingeholt werden muss. In der Regel findet im Quartal ein sogenanntes Reporting statt, in dem der Kunde über die Entwicklung informiert wird.

Anlageberatung
Bei der Anlageberatung besprechen Kunde und Berater zu Beginn über Risikofähigkeit und Risikobereitschaft. Der Berater muss die Ziele und Bedürfnisse des Kunden kennen, damit er diesen bestmöglich beraten kann. Jedoch entscheidet der Kunde, was und wann an Anlageprodukten gekauft wird. Er entscheidet ebenfalls, ob der Berater aktiv etwa das Depot im Auge behalten soll.

In der Anlageberatung werden speziell unerfahrene Kunden eine entsprechende Zeit benötigen, um sich in die Finanzmärkte zu vertiefen. Hier wäre ein Vermögensverwalter die bessere Wahl.