Als Dr. Theodor Stiebel 1924 in seiner Berliner Hinterhofwerkstatt den Ringtauchsieder erfand, legte er den Grundstein für STIEBEL ELTRON. Was als einfache Erfindung begann, entwickelte sich zu einer 100-jährigen Erfolgsgeschichte voller Innovation und Unternehmergeist. Von hydraulischen Durchlauferhitzern über die ersten Wärmepumpen in den 1970er Jahren bis hin zu modernen Stiebel Eltron Water Heater Systemen: Wir zeigen euch die wichtigsten Meilensteine dieser beeindruckenden Entwicklung. Heute stellt sich die Frage, wie aus einem kleinen Werkstattbetrieb ein führender internationaler GreenTech-Konzern wurde und welche Vision das Unternehmen für die Zukunft verfolgt.Zur Webseite geht es hier entlang: https://www.stiebel-eltron.ch

Die Anfänge: Von der Berliner Werkstatt zur Industrieproduktion (1924-1940)

Die Erfindung des Ringtauchsieders

Der junge Ingenieur Dr. Theodor Stiebel ärgerte sich beim Erhitzen von Wasser über den klobigen Kolbentauchsieder. Die damals üblichen Ausführungen hatten eine zu große Masse, eine zu lange Aufheizzeit und kühlten entsprechend langsam ab. Während seiner Promotion an der Universität Berlin beschäftigte sich Theodor Stiebel mit Funktions- und Fertigungsprinzipien für Tauchsieder. Seine Lösung eliminierte alle Nachteile der bisherigen Systeme: Er konstruierte einen Hohlzylinder mit einer Wandstärke von drei Millimetern. Der Ringtauchsieder war geboren.

Die wirtschaftliche Situation der frühen zwanziger Jahre war geprägt von hoher Deflation und Arbeitslosigkeit. Diese desolate Wirtschaftslage zwang Dr. Theodor Stiebel, eigene unternehmerische Initiative zu ergreifen. Im Jahre 1924 entschloss er sich daher, mit 100 Tauchsieder-Mustern auf der Leipziger Frühjahrsmesse auszustellen. Die Aktion wurde ein voller Erfolg.

Gestärkt durch seine positiven Messeerfahrungen gründete Dr. Theodor Stiebel die Firma „ELTRON Dr. Theodor Stiebel“. Als Geschäftsbeginn wird in der Handelsregisterurkunde der 5. Mai 1924 angegeben. Das Startkapital von 20.000 Reichsmark kam von seinem Onkel Hermann Stiebel, der in Hamburg ein Hotel führte, und von seinem Onkel Carl Reese, der in Holzminden einen metallverarbeitenden Betrieb besaß. In einer 450 Quadratmeter großen Hinterhof-Werkstatt in Berlin lief die Produktion der Ringtauchsieder an.

Erste Schritte in der Elektrowärmetechnik

Bereits 1927 produzierte „ELTRON Dr. Theodor Stiebel“ die ersten Kleindurchlauferhitzer mit 1.000 Watt Leistung. Zu dieser Zeit beschäftigte das Unternehmen 26 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 184.745 Reichsmark. Der Verkaufspreis eines Tauchsieders lag bei circa 3 Reichsmark.

Die Nutzung von elektrischer Energie im Privathaushalt war jedoch relativ problematisch. Die Stromnetze der damaligen Zeit waren auf geringen Stromverbrauch ausgelegt. Gespräche mit Energieversorgungsunternehmen zeigten, dass vor allem in der Nacht ausreichend Strom zur Verfügung stand. Daher fertigte das junge Unternehmen bereits Anfang der 30er Jahre Warmwasserspeicher, die das Wasser nachts erwärmten.

Durchlauf-, Hochdruck- und Kochendwasserspeicher von ELTRON steigerten den Warmwasser-Komfort der Haushalte erheblich. Erstmals war es möglich, sauber und bequem Wasser in größeren Mengen zu erwärmen. Diese Geräte wurden begehrte Investitionsgüter.

Wachstum trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Von 1927 bis 1932 wurden weitere Räume des Hauses angemietet und die ersten Tauchsieder nach Australien, Indien, China und Südamerika exportiert. 1927 wurde die erste Auslandsniederlassung in London eröffnet, 1929 folgte eine Zweigniederlassung in Zürich.

1934 erfolgte aus Kapazitätsgründen der Umzug nach Berlin-Tempelhof. Rund 150 Mitarbeiter wurden beschäftigt und erzielten einen Jahresumsatz von einer Million Reichsmark. Stetig wuchs die Produktpalette, und bis 1938 wurden 35 deutsche und 12 ausländische Patente erteilt.

1938 umfasste die Produktpalette neben dem Ringtauchsieder auch Kochendwassergeräte und Heißwasserspeicher. In diesem Jahr wurden rund 208.000 Tauchsieder, 4.050 Badespeicher und 620 Kochendwassergeräte gefertigt. 1939 erwirtschafteten 350 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 3,2 Millionen Reichsmark.

Wiederaufbau und Wandel: Von Kriegszeiten zur Warmwasser-Innovation (1940-1970)

Zerstörung und Neuanfang in Holzminden

Während des Zweiten Weltkrieges stellte die Produktion auf Rüstungsgüter für die Luftwaffe um. Die Gefahr alliierter Luftangriffe zwang das Unternehmen zur Verlagerung: Im Juli 1941 wurden Teile der Produktion nach Bischweiler im Elsass unter dem Namen „Elthermo“ mit 200 Mitarbeitern verlegt. Ab August 1943 produzierten bis zu 375 Menschen in Sommerfeld in der Lausitz.

Der entscheidende Einschnitt kam 1943. Firmensitz und Werk in Berlin-Tempelhof wurden ausgebombt. Im Sommer 1943 erfolgte der Umzug nach Holzminden in Südniedersachsen. Durch vorausschauendes Handeln retteten wir einen Großteil der Maschinen und transportierten sie mit der Reichsbahn von Berlin nach Holzminden. Ab 1. April 1944 führten wir die Produktion mit Mitarbeitern des Stammpersonals aus Berlin, neuen Mitarbeitern aus Holzminden und Kriegsgefangenen als Zwangsarbeitern fort, die überwiegend aus Italien kamen.

Nach Kriegsende beschäftigte das Werk in Holzminden zuletzt 2500 Personen und kam unter amerikanische Militärverwaltung. Ein Produktionsverbot wurde verhängt, gleichzeitig drohte die Demontage des Werkes. Als die Stadt Holzminden unter britische Militärverwaltung mit Sitz in Hildesheim kam, entspannte sich die Lage schrittweise. Ab Juli 1945 nahmen wir langsam die zivile Produktion wieder auf. Zunächst fertigten wir Bratpfannen, Kochtöpfe und Wäschesprenger sowie Kochplatten, Umluftöfen und Heizkissen. Erst 1946 erfolgte die Wiederaufnahme der Heißwassergeräte-Fertigung mit 400 Beschäftigten in Holzminden.

Der hydraulische Durchlauferhitzer als Durchbruch

Ab 1949 produzierten wir einen neuen hydraulischen Durchlauferhitzer mit der Bezeichnung DH18. Diese Innovation markierte den Wendepunkt. Theodor Stiebel nutzte bereits 1949 die Chance zur Teilnahme bei der deutschen Industrieausstellung in New York. Der erste Schritt auf den amerikanischen Markt war gemacht.

Die Wirtschaftswunderjahre brachten rasantes Wachstum. Wir bedienten den Wunsch nach Komfort bei Sanitär- und Haustechnik im eigenen Zuhause und etablierten uns so als Marktführer für elektrische Warmwassererzeugung. Die Werke in Holzminden, Berlin und München wurden ausgebaut und modernisiert. Fließbänder und automatische Abrechnungsmaschinen erleichterten fortan den Beschäftigten in Produktion und Verwaltung die Arbeit.

Expansion zum Warmwasser-Experten

1952 fertigten wir Bordküchen für Passagierflugzeuge und ab 1957 auch entsprechende Kaffeemaschinen für Linienflugzeuge sowie Kleinspeicher. 1953 zählten wir 548 Beschäftigte und erzielten einen Umsatz von 12,6 Millionen DM. 1954 beschäftigten wir in drei Werken 750 Arbeitnehmer, von denen 35 Prozent Heimatvertriebene waren.

Das erste 5-Liter-Kochendwassergerät vom Typ EBK 5 ging 1958 in Produktion und erreichte im gleichen Jahr eine Stückzahl von 145.000. Der Tod von Theodor Stiebel am 9. September 1960 war ein Schock für Familie und Unternehmen. Doch wir blieben auf Erfolgskurs und stiegen in den neuen Markt mit Nachtstromspeicheröfen ein.

1962 beschäftigten die Dr. Stiebel Werke GmbH & Co. mehr als 2.200 Mitarbeiter. Ab 1964 boten wir Konvektionsöfen an, ab 1965 Bügelmaschinen und ab 1969 moderne Elektroheizungen, darunter Nachtspeicherheizungen. 1968 betrug die Mitarbeiterzahl 2693 und der Jahresumsatz stieg auf 130 Millionen DM. Über 30 Jahre nach der Gründung hatte Theodor Stiebel aus einer Produktidee ein florierendes Unternehmen geschaffen.

Energiekrise als Wendepunkt: Der Einstieg in erneuerbare Technologien (1970-1990)

Reaktion auf die Ölkrise

1974 feierten wir unser 50-jähriges Bestehen, doch die Feierlaune währte nicht lange. Mit der ersten Ölpreiskrise endete Anfang der 1970er Jahre die Boomphase der Nachkriegszeit. Die wirtschaftliche Rezession zwang uns zu harten Entscheidungen: Wir gaben den Standort München auf und verlagerten die Fertigung nach Holzminden. Gleichzeitig verstärkten wir den Geschäftsbereich Heizungstechnik und erwirtschafteten 1973 einen Umsatz von 240 Millionen DM.

Die Ölkrise führte jedoch nicht nur zu Herausforderungen. Umweltschutzinitiativen machten auf die Schattenseiten einer ungebremsten Industrialisierung und die ungehemmte Nutzung fossiler Energieträger aufmerksam. Wir erkannten die Zeichen der Zeit und richteten unseren Blick auf alternative Energiequellen.

Erste Wärmepumpen-Entwicklung

1976 brachten wir erstmals Wärmepumpen auf den Markt. Dieser Schritt markierte unseren Einstieg in die erneuerbaren Technologien. Zunächst lieferten wir nur einige Dutzend Wärmepumpen pro Jahr aus, vorwiegend für die Beheizung von Schwimmbädern. Die damaligen Wärmepumpen für den Ein- und Zweifamilienhausbereich nutzten vorwiegend die Umgebungsluft sowie das Erdreich als Wärmequelle und umfassten einen Leistungsbereich von 10 bis 50 kW. Sie erreichten Jahresarbeitszahlen von bescheidenen 1,9 bis 2,3.

Die Skepsis gegenüber dieser neuen Technologie war groß. Wir mussten erhebliche Überzeugungsarbeit bei Heizungsfirmen, Architekten, Bauherrschaften und Behörden leisten. Dennoch glaubten wir fest an die Technologie und entwickelten sie konsequent weiter.

Solartechnik und neue Geschäftsfelder

1974 gründeten wir in Kilkis bei Thessaloniki in Griechenland die Tochtergesellschaft Stiebel Eltron Hellas AG, die Solarsysteme herstellt. Seit 1977 entwickelten wir Solarkollektoren, und 1979 kamen die ersten Warmwasser-Wärmepumpen hinzu. Unser Portfolio an erneuerbaren Energielösungen wuchs stetig.

Doch die Zeit war noch nicht reif für alternative Energien. In den 1980er Jahren brach der Absatz von Wärmepumpen und Solarprodukten ein, und wir rutschten in eine Krise. Erneut sinkende Erdölpreise und eine noch nicht ganz ausgereifte Technik setzten dem Boom ein abruptes Ende. Infolge dieser schwierigen Marktlage mussten wir durchhalten und an unsere Vision glauben.

Erst die Öffnung der osteuropäischen Märkte sowie die vermehrte Nachfrage nach erneuerbaren Energien leitete Anfang der 1990er Jahre die Wende ein. Die technische Entwicklung hatte sich fortgesetzt, und wir standen bereit, den Markt mit ausgereiften Stiebel Eltron Lösungen zu bedienen.

Vom nationalen Hersteller zum internationalen GreenTech-Konzern (1990-2010)

Das neue Jahrtausend brachte eine beispiellose Expansionsphase. Ab 2001 eröffneten wir Produktionsstandorte in Asien und Osteuropa. Diese strategische geografische Diversifizierung ermöglichte uns den direkten Zugang zu wachstumsstarken Märkten und optimierte gleichzeitig unsere Produktionskosten. 2003 erwirtschafteten wir bereits einen Umsatz von 300 Millionen Euro und beschäftigten 2000 Mitarbeiter. Nur drei Jahre später steigerten wir den Umsatz auf 417 Millionen Euro, wobei 40 Prozent im Ausland erzielt wurden, und zählten rund 3000 Beschäftigte.

Expansion in Europa und Asien

Der entscheidende Meilenstein folgte 2007/2008, als wir das Werk in Holzminden zur bedeutendsten Wärmepumpenfabrik Europas ausbauten. Im September 2006 legten wir den Grundstein für eine moderne Wärmepumpen-Fertigung, die im Mai 2007 in Betrieb ging. Mit einer Investition von 10 Millionen Euro entstanden fünf neue Fertigungslinien zur Produktion von 40.000 Wärmepumpen pro Jahr. Diese Kapazitätserweiterung positionierte uns als führenden europäischen Anbieter von Wärmepumpen und Stiebel Eltron Heizsystemen.

Doch der Weg verlief nicht geradlinig. Angesichts des stagnierenden Marktes für erneuerbare Energien mussten wir in den 2010er Jahren einen Umsatzrückgang hinnehmen. Infolgedessen setzten wir verstärkt auf Akquisitionen, um unser Wachstum wieder zu beschleunigen.

Das LWZ-Integralsystem: Heizen, Lüften, Kühlen vereint

1999 revolutionierten wir den Markt mit dem LWZ-Integralsystem, das erstmals Heizen, Lüften, Kühlen und Warmwasseraufbereitung in einem Gerät vereinte. Diese 4-in-1-Lösung wies den größten Integrationsgrad auf dem Markt auf. Durch die kompakte Ausführung und das einheitliche Design ließen sich die LWZ-Geräte problemlos in fast jeden Standort integrieren.

Das moderne Lüftungsmanagement gewann aus der Abluft bis zu 90 Prozent der Wärme zurück. Die leistungsregelnde Invertertechnik produzierte exakt die Wärmemenge, die aktuell benötigt wurde. Hausbauer schätzten besonders, dass sie nicht mehr 14 verschiedene Lösungen und fünf Ansprechpartner benötigten, sondern eine kompakte Gesamtlösung mit einem Service erhielten.

Übernahmen und strategische Partnerschaften

Die Übernahme des schwedischen Wärmepumpenherstellers Thermia eröffnete 2018 neue Chancen in Skandinavien. Diese Akquisition stärkte unsere Position im nordeuropäischen Markt erheblich und erweiterte unser Produktportfolio.

Darüber hinaus starteten wir ab Januar 2010 eine strategische Partnerschaft mit der finnischen Unternehmensgruppe Uponor in den Segmenten Sanitär, Heizung und Klima. Im selben Jahr eröffneten wir das Vertriebs- und Schulungszentrum in Oberhausen, das die bisherigen Standorte in Dortmund und Köln ersetzte.

Stiebel Eltron Water Heater Innovationen für globale Märkte

Unsere Stiebel Eltron Water Heater Lösungen gewannen international an Bedeutung. Die Produktpalette reichte von Stiebel Eltron Tankless Water Heater Systemen bis zu kompletten Warmwasser-Wärmepumpen. Weltweit etablierten wir uns als Markt- und Technologieführer in den Bereichen Haustechnik und erneuerbare Energien.

Gegenwart und Zukunft: 100 Jahre Innovation und der Weg zur Klimaneutralität (2010-heute)

Energy Campus als Innovations- und Schulungszentrum

2025 feierten wir ein besonderes Jubiläum: Zehn Jahre Energy Campus in Holzminden. Als DGNB-Platin-zertifiziertes Plusenergiegebäude steht das Schulungszentrum seit seiner Eröffnung 2015 für gelebten Klimaschutz. Mit einer Nettogebäudefläche von 3.079 m² und einem Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro schufen wir ideale Bedingungen für Fachschulungen und Wissenstransfer. Vier flexibel kombinierbare Seminarräume bieten Platz für bis zu 250 Teilnehmende, ergänzt durch praxisnahe Trainingsräume mit real installierten Produkten.

Die Bilanz beeindruckt: Seit der Eröffnung nahmen rund 95.000 Personen an Veranstaltungen teil. Die Photovoltaikanlage erzeugte zwischen 87.600 und 118.400 kWh pro Jahr und deckte in mehreren Jahren den gesamten Strombedarf des Gebäudes. Im Schnitt sparten wir rund 50 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Zwei Großwärmepumpen machen sich die thermische Energie des Grundwassers für Raumwärme, Kühlung, Lüftung und Trinkwassererwärmung zunutze. In den Schulungsräumen herrscht das Gegenteil von Theorie: Die zu Schulungszwecken erzeugte Wärme oder Kälte nutzen wir im Gebäude.

Natürliche Kältemittel und wpnext-Generation

2025 betrat eine neue Generation von Stiebel Eltron Wärmepumpen die Bühne. Mit wpnext setzten wir konsequent auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan). Die neuen Maschinen erreichen Effizienzwerte bis A+++. Beispielsweise liegt der SCOP bei 5,21 für die kleinere und bei 5,4 für die mittlere Variante der WPE-I Plus. Das mehrstufige Sicherheitskonzept mit integriertem Gasabscheider, Entlüfter und Überdruckventil garantiert höchste Sicherheit im Betrieb.

Die wpnext-Familie umfasst Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen und Lüftungsintegralgeräte. Der neue Kältekreislauf erzeugt Vorlauftemperaturen bis 75 °C effizient, was gerade im unsanierten Bestand entscheidend ist. Mit dem optimierten Installations- und Anschlusskonzept, App-Steuerung und einem um 40 Prozent leichteren Integralspeicher erleichterten wir Fachhandwerkern die Arbeit erheblich.

Verdreifachung der Wärmepumpen-Produktion

Infolgedessen kündigten wir ein 450-Millionen-Euro-Investment an, um unsere Produktionskapazitäten für Wärmepumpen im Stammwerk Holzminden auszubauen. Bis 2027 wollen wir die Zahl der Mitarbeiter auf etwa 1.200 verdreifachen. Die Produktionsfläche erweiterten wir auf die Größe von vier Fußballfeldern, die Produktionskapazitäten werden etwa vervierfacht. In den letzten drei Jahren hatten wir die Mitarbeiterzahl bereits von gut 1.000 auf etwa 3.200 mehr als verdreifacht. Darüber hinaus investierten wir 600 Millionen Euro in Produktion, Forschung und Entwicklung.

Vision für nachhaltige Energielösungen

Wir verfolgen die Vision einer nachhaltigen Zukunft, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und die natürliche Lebensgrundlage für künftige Generationen bewahrt. Mit unseren strombasierten, hocheffizienten Lösungen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Unsere Zertifizierungen nach ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 bestätigen, dass wir Nachhaltigkeitsanforderungen in der Produktion erfüllen. Zudem planen wir, für jedes Produkt einen Product Carbon Footprint durchzuführen.

Schlussfolgerung

Stiebel Eltron hat sich zweifellos von einer Berliner Hinterhofwerkstatt zum internationalen GreenTech-Konzern entwickelt. Die wahre Stärke liegt jedoch nicht nur in der Vergangenheit, sondern in der konsequenten Ausrichtung auf die Zukunft. Mit natürlichen Kältemitteln, der wpnext-Generation und massiven Investitionen von über 450 Millionen Euro demonstrieren wir unseren Willen zur Klimawende.

Die 100-jährige Geschichte zeigt deutlich: Wir haben Krisen gemeistert, Technologien revolutioniert und den Markt geprägt. Heute stehen wir bereit, die Energiewende mit hocheffizienten Wärmepumpen aktiv mitzugestalten. Unsere Vision einer nachhaltigen Zukunft ist folglich mehr als ein Versprechen – sie ist gelebte Realität in jedem Produkt, das unser Werk verlässt.

FAQs

Q1. Wann und wo wurde Stiebel Eltron gegründet? Stiebel Eltron wurde am 5. Mai 1924 von Dr. Theodor Stiebel in Berlin gegründet. Das Unternehmen startete in einer 450 Quadratmeter großen Hinterhof-Werkstatt mit der Produktion von Ringtauchsiedern und entwickelte sich über 100 Jahre hinweg zu einem führenden internationalen GreenTech-Konzern.

Q2. Was war die erste bedeutende Erfindung von Stiebel Eltron? Die erste bahnbrechende Erfindung war der Ringtauchsieder, den Dr. Theodor Stiebel 1924 entwickelte. Diese Innovation löste die Probleme der damals üblichen klobigen Kolbentauchsieder durch einen Hohlzylinder mit nur drei Millimetern Wandstärke, der schneller aufheizte und abkühlte.

Q3. Wann begann Stiebel Eltron mit der Produktion von Wärmepumpen? Stiebel Eltron brachte 1976 erstmals Wärmepumpen auf den Markt. Zunächst wurden nur einige Dutzend Geräte pro Jahr ausgeliefert, vorwiegend für die Beheizung von Schwimmbädern. Heute ist das Unternehmen führender europäischer Hersteller von Wärmepumpen mit massiv ausgebauten Produktionskapazitäten.

Q4. Wie hat sich Stiebel Eltron international entwickelt? Die internationale Expansion begann bereits 1927 mit der ersten Auslandsniederlassung in London. Ab 2001 eröffnete das Unternehmen Produktionsstandorte in Asien und Osteuropa. 2006 erwirtschaftete Stiebel Eltron bereits 40 Prozent des Umsatzes im Ausland und beschäftigte rund 3000 Mitarbeiter weltweit.

Q5. Welche Zukunftsvision verfolgt Stiebel Eltron heute? Stiebel Eltron verfolgt konsequent den Weg zur Klimaneutralität mit strombasierten, hocheffizienten Lösungen. Das Unternehmen investiert über 450 Millionen Euro in den Ausbau der Wärmepumpen-Produktion und setzt mit der wpnext-Generation auf natürliche Kältemittel wie R290, um die Energiewende aktiv mitzugestalten.