Desinfektionsmittel zeigen sich nachteilig gegenüber probiotischer Regulierung der Hygiene

Das Ziel von Desinfektionsmitteln ist das Abtöten von Keimen. Damit soll Infektionen vorgebeugt werden. Die Anwendung von probiotischen Mitteln verdrängt infektiöse Keime und lässt die Mikroben nachhaltig für uns arbeiten. Desinfektionsmittel fördern die Ausbildung von Resistenzen bei unerwünschten Keimen – vergleichbar mit dem übermässigen Einsatz von Antibiotika. Probiotische Mikroorganismen arbeiten nachhaltig und verdrängen nicht nur infektiöse Keime, sondern auch solche, die an der Erzeugung von übelriechenden Substanzen beteiligt sind.

Desinfektionsmittel hinterlassen eine „tote“ Oberfläche – Einfallstor für Bakterien aller Art

Die Anwendung von Infektionsmitteln zur Reinigung hinterlässt günstigenfalls eine von Mikroben „gesäuberte“ Oberfläche. Das geschieht in der Annahme, dass Mikroben grundsätzlich als potenzielle Krankheitskeime angesehen werden. Eine mit Desinfektionsmitteln gereinigte Fläche zeigt sich deshalb für kurze Zeit annähernd steril, was auch gewünscht ist. Nach einiger Zeit allerdings wird das Desinfektionsmittel abgebaut und Mikroben können sich in unkontrollierter Zusammensetzung wieder ansiedeln. Ein weiterer Effekt besteht in der Züchtung von Desinfektionsresistenzen, weil sich mutierte Mikroben, die das Infektionsmittel überstehen, nach ihrem Überleben konkurrenzlos ausbreiten können. Das Desinfektionsmittel leistet in diesen Fällen einen Beitrag zur Ausbildung von resistenten und multiresistenten Keimen.

Die Anwendung von probiotischen Mitteln wirkt nachhaltig und verdrängt infektiöse Keime

Probiotische Mittel enthalten Bakterienstämme, die unserer Gesundheit förderlich sind und unerwünschte Keime verdrängen oder sogar unschädlich machen. Der Vorteil besteht darin, dass die mit probiotischen Mitteln gereinigten Flächen anschliessend mit Mikroben besiedelt sind, die krankmachenden und sonstigen unerwünschten Keimen keine Gelegenheit zum „Ansiedeln“ bieten. Das entstehende Oberflächen-Mikrobiom ist prinzipiell ein wenig vergleichbar mit dem Mikrobiom unseres Darmes, das für unsere Gesundheit und unser Immunsystem eine lebenswichtige Bedeutung hat. Im Prinzip wirken die gereinigten Flächen auf Krankheitskeime toxisch und bleiben es auch für einige Zeit.
Eine Resistenz kann sich nicht entwickeln, weil die probiotischen Mikroorganismen im Verbund miteinander über komplexe Verdrängungs- und Abwehrmöglichkeiten verfügen, die stärker sind als mögliche Mutationen. Im Gegensatz dazu bietet eine klinisch saubere oder desinfizierte Fläche der Neuansiedelung unerwünschter Keime keinen Widerstand entgegen. Bei einer Neuansiedlung sind Keime im Vorteil, die gegenüber dem verwendeten und noch ein wenig anhaftenden Desinfektionsmittel eine Resistenz entwickelt haben, weil sie für einige Zeit keine „Konkurrenz“ durch probiotische Mikroben zu fürchten haben.

Hygieneregulierung mit probiotischen Mitteln erzeugt gesundes und angenehmes Raumklima

Wenn Räume und Gegenstände mit desinfizierenden Mitteln gereinigt und „desinfiziert“ werden, erzeugen sie meist einen typischen Geruch, den wir meist als „antiseptisch“ bezeichnen. Wenn es sich um Flächen handelt, die bestimmten Bakterien- oder Pilzstämmen gute Vermehrungsmöglichkeiten geboten haben, sind unangenehme, moderige oder sogar faulige Gerüche wahrnehmbar. Die unangenehmen Gerüche werden bei der Reinigung mit Desinfektionsmitteln überdeckt, aber nicht von Grund auf beseitigt.
Eine Reinigung der Flächen mit probiotischen Mitteln packt das Übel direkt an der Wurzel. Die verursachenden Mikroben werden vollständig verdrängt oder unschädlich gemacht, und das an Ort und -Stelle verbleibende probiotische Mikrobiom verbreitet einen spürbar angenehmen Duft von Frische und Sauberkeit. Übrigens, probiotische Reinigungsmittel sind sowohl für den Privatgebrauch wie auch für gewerbliche Zwecke verwendbar. Ein weiterer Vorteil der Mittel liegt in der Verwertung nach ihrem Gebrauch. Eine Entsorgung der aufgenommenen Wischflotte über die Kanalisation belastet nicht den Klärprozess, die Mikroben leisten sogar einen positiven Beitrag für den Ab- und Umbau von Schadstoffen. Im Privathaushalt kann das Wischwasser auch zum Bewässern von Blumen und anderen Pflanzen genutzt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf: https://www.em-schweiz.ch/hygieneregulierung-mit-em